127 neue Praxis-Profis der Waldarbeit

Freisprechungsfeier der bayerischen Forstwirtinnen und Forstwirte

Kelheim, 01.08.2025:
„Als gut ausgebildete Waldfachkräfte werden Sie in ganz Bayern gebraucht“, betonte Referatsleiter Friedrich Nebl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus bei der Freisprechungsfeier 2025 für die Forstwirtinnen und Forstwirte im Feststadel des Gasthofs Kellner in Gundelshausen.
Zusammen mit dem Prüfungsausschussvorsitzenden Peter Enders und dem Leiter der Berufsschule Neunburg vorm Wald, Armin Wild, konnte Friedrich Nebl bei einem Festakt sieben frischgebackenen Forstwirtinnen und 120 Forstwirten aus ganz Bayern ihre Abschlusszeugnisse und ihre Forstwirt-Urkunden überreichen. Zuvor mussten sich die Nachwuchskräfte einer anspruchsvollen Abschlussprüfung stellen: Nach den schriftlichen Prüfungsteilen durchliefen sie mehrere praktische Prüfungen, die die Bayerische Wald-bauernschule organisiert hatte: sie bewiesen ihre Fähigkeiten in der Holzernte beim Fällen von Starkholz, führten eine Pflege von Jungbeständen durch, mussten ihre Fachkenntnis beim Pflanzenschutz unter Beweis stellen und ihre Artenkenntnis nachweisen. „Seien Sie sich bewusst: wenn Sie künftig die Wälder fachgerecht pflegen, leisten Sie damit auch einen wertvollen Dienst für die gesamte Gesellschaft“, führte Nebl aus.
Der Leiter der Waldbauernschule, Peter Hummel, konnte zur Feier zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Der Landrat des Landkreises Kelheim, Martin Neumeyer, gratulierte den Absolventen herzlich und würdigte die praxisnahe Ausbildung. Johanna Frischeisen, 3. Bürgermeisterin der Stadt Kelheim, betonte die Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaf-tung und der Nutzung des heimischen Rohstoffs Holz. Lukas Weidl von der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) gratulierte den jungen „Waldgestaltern“ zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünschte ihnen einen guten Start ins Berufsleben.
Der Azubi Quirin Kapfhammer berichtete über seine Lehrzeit und dankte seinen Ausbildern, Lehrern und Familienangehörigen.
Von den 127 erfolgreichen Absolventen machten 79 ihre Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten. 48 Absolventen kamen von privaten Forstbetrieben, Kommunen, Bundesforst, Nationalparkverwaltungen, Forstbetriebsgemeinschaften und Forstunternehmern.

Die drei prüfungsbesten Absolventen der Forstwirtprüfung 2025 in Bayern sind:

  • Simone Brunner, Ausbildungsbetrieb: BaySF/Forstbetrieb München (1. Platz; Traumnote 1,0)
  • Johannes Karg, Ausbildungsbetrieb: BaySF/Forstbetrieb Sonthofen (2. Platz)
  • Leon Hieke, Ausbildungsbetrieb: Forstverwaltung der Stadt Augsburg (3. Platz)
An der Bayerischen Waldbauernschule (WBS) in Kelheim ist die Zuständige Stelle für den Beruf Forstwirt/-in nach dem Berufsbildungsgesetz angesiedelt. Die WBS koordiniert die Zwischen- und Abschlussprüfungen für alle Forstwirte in Bayern.
Die Anzahl der Auszubildenden im Forstbereich ist in den letzten Jahren stark gestiegen: gab es im Jahr 2015 68 Forstwirt-Azubis im Freistaat, so starten im September 2025 voraussichtlich 150 Azubis ihre Ausbildung. Grund für die steigenden Zahlen ist der hohe Fachkräftebedarf im Forstbereich und die Notwendigkeit, die Wälder für den Klimawandel fit zu machen. Regelmäßig gibt es mehr Bewerber als Ausbildungsstellen, weil sich dieser „grüne Ausbildungsberuf“ bei der jungen Generation großer Beliebtheit erfreut.

Ehrung der prüfungsbesten Forstwirte 2025

Bild (Abdruck honorarfrei, Bildautor Rene Menzel, WBS):
Freisprechungsfeier Forstwirte/Forstwirtinnen 2025 (von rechts nach links): Ministerialrat Friedrich Nebl mit den drei prüfungsbesten Absolventen Simone Brunner (1. Platz), Leon Hieke (3. Platz), Johannes Karg (2. Platz) sowie der 3. Bürgermeisterin von Kelheim, Johanna Frischeisen und dem Leiter der Waldbauernschule, Peter Hummel.