Ehrung der prüfungsbesten bayerischen Forstwirte

Kelheim, 31. Juli 2021:

„Als frisch gebackene Waldfachkräfte werden Sie dringend benötigt, denn der Wald in Bayern muss zügig auf die Herausforderungen des Klimawandels, wie zunehmenden Borkenkäferbefall, Dürre oder Stürme vorbereitet werden“, betonte Ministerialrat Friedrich Nebl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei der Ehrung der prüfungsbesten Forstwirte aus den Jahrgängen 2020 und 2021 an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim.

Stellvertretend für 205 Absolventen aus den letzten beiden Prüfungsjahrgängen nahmen im Rahmen einer kleinen Feierstunde die jeweils drei prüfungsbesten Forstwirte ihre Abschlusszeugnisse und ihre Forstwirt-Urkunden entgegen. Auf die traditionell große, festliche Freisprechungsfeier mit allen Absolventen und ihren Angehörigen musste heuer, wie bereits 2020, aufgrund der Corona-Pandemie verzichtet werden.

Die Nachwuchskräfte hatten sich einer anspruchsvollen Abschlussprüfung gestellt: Nach den schriftlichen Prüfungsteilen haben sie ihre praktischen Prüfungen an der Waldbauernschule abgelegt. Neben dem klassischen Prüfungsfach Holzernte waren Aufgabenstellungen zur Pflanzung und zur Pflege eines jungen Waldbestandes und zum Pflanzenschutz zu bewältigen. Die Praxisteile wurden durch Kenntnisprüfungen ergänzt, in denen unter anderem geschützte Waldpflanzen und forstliche Nützlinge zu bestimmen waren.

Schulleiter Peter Hummel konnte zur Feier mehrere Ehrengäste begrüßen. Von der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) sprach Herr Lukas Weidl zu den Festgästen. Er betonte die große gesellschaftliche Bedeutung von nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und gratulierten den jungen Waldfachkräften zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Der Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbands, Josef Wutz, vertrat den privaten Waldbesitz und wünschte den Absolventen einen guten Start im schönsten Arbeitsplatz der Welt, dem Wald. Nachhaltige Waldpflege und die Ernte des klimafreundlichen Rohstoffs Holz seien wichtige Aufgaben auch zum Wohl der Gesellschaft.

Die jeweils drei Prüfungsbesten der Abschlussjahre 2020 und 2021 konnten zusätzlich mit Preisen besonders geehrt werden, die von Firmen, dem Forstministerium und den Bayerischen Staatsforsten gestiftet wurden.

Prüfungsbeste 2020:

  • 1. Platz: Nico Rucker, Forstbetrieb Kipfenberg (BaySF)
  • 2. Platz: Florian Timm, Forstverwaltung Stadt Augsburg
  • 3. Platz: Simon Schweßinger, Forstbetrieb Ebrach (BaySF)

Prüfungsbeste 2021:

  • 1. Platz: Tobias Späth, Forstbetrieb Bodenmais (BaySF)
  • 2. Platz: Julian Brandner, Forstbetrieb Fichtelberg (BaySF)
  • 3. Platz: Sebastian Mayer, Forstbetrieb Ruhpolding (BaySF)

Peter Hummel dankte allen Prüfern und Unterstützern, die unter Einhaltung der Corona-Auflagen für einen reibungslosen Ablauf der Prüfung gesorgt hatten und dem Team der Waldbauernschule für die Vorbereitung der Feierstunde. Für einen klangvollen musikalischen Rahmen sorgte Erika Schultes („Musikküche und Klanggärtnerei“) aus Irschenberg.

Gruppenbild mit Ehrengäste mit den 6 prüfungsbesten Forstwirten

Hinten (von links nach rechts):

Friedrich Nebl, Ministerialrat, Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Josef Wutz, Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbandes

Lukas Weidl, Personalabteilung Bayerische Staatsforsten

Peter Hummel, Schulleiter Bayerische Waldbauernschule

Vorne (von links nach rechts):

Tobias Späth, Forstbetrieb Bodenmais (Platz 1, 2021)

Julian Brandner, Forstbetrieb Fichtelberg (Platz 2, 2021)

Sebastian Mayer, Forstbetrieb Ruhpolding (Platz 3, 2021)

Nico Rucker, Forstbetrieb Kipfenberg (Platz 1, 2020)

Florian Timm, Forstverwaltung Augsburg (Platz 2, 2020)

Simon Schweßinger, Forstbetrieb Ebrach (Platz 3, 2020)