134 neue Forstfachkräfte für Bayerns Zukunftswälder
Freisprechungsfeier der bayerischen Forstwirtinnen und Forstwirte
Kelheim, 31. Juli 2026:
„Für den Waldumbau in Bayern werden Sie als neue Forstfachkräfte dringend gebraucht“, betonte Referatsleiter Friedrich Nebl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus bei der Freisprechungsfeier 2026 für die Forstwirtinnen und Forstwirte im Feststadel des Gasthofs Kellner in Gundelshausen. 134 neue Praxis-Profis der Waldarbeit starteten offiziell ins Berufsleben.
Zusammen mit dem Prüfungsausschussvorsitzenden Peter Enders überreichte Friedrich Nebl bei einem Festakt neun frischgebackenen Forstwirtinnen und 125 Forstwirten aus ganz Bayern ihre Abschlusszeugnisse und ihre Forstwirt-Urkunden. In den Wochen davor hatten sich die Nachwuchskräfte einer anspruchsvollen Abschlussprüfung gestellt: Nach den schriftlichen Prüfungsteilen durchliefen sie mehrere praktische Prüfungen, die die Bayerische Waldbauernschule organisiert hatte: sie bewiesen ihre Fähigkeiten in der Holzernte beim Fällen von Starkholz, führten eine Kulturpflege in einem jungen Eichenbestand durch, mussten ihr Wissen zu Werkzeugen für die Waldarbeit unter Beweis stellen und eine Motorsägenreparatur durchführen.
Der Leiter der Waldbauernschule, Peter Hummel, konnte zur Feier zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Die 3. stellvertretende Landrätin des Landkreises Kelheim, Birgit Steinsdorfer, gratulierte den Absolventen herzlich und würdigte die praxisnahe Ausbildung. Dennis Diermeier, 1. Bürgermeister der Stadt Kelheim, betonte die Bedeutung der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der Nutzung des heimischen Rohstoffs Holz. Lukas Weidl von der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) wünschte den künftigen „Waldgestaltern“ einen guten Start in ihr Berufsleben und allzeit unfallfreies Arbeiten.
Der Azubi Michael Koberstein gab einen Einblick in seine Lehrzeit und richtete stellvertretend für seine Azubi-Kollegen einen großen Dank an die Ausbilder, Lehrer und Familienangehörigen.
Von den 134 erfolgreichen Absolventen machten 85 ihre Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten. 49 Absolventen kamen von privaten Forstbetrieben, Kommunen, Bundesforst, Nationalparkverwaltungen und Forstunternehmen.
Die prüfungsbesten Absolventen der Forstwirtprüfung 2026 in Bayern sind:
Prüfungsbeste 2026:
- 1. Platz, Traumnote 1,34: Till Jäger, Ausbildungsbetrieb: BaySF/Forstbetrieb Arnstein)
- 2. Platz: Tom Lohse, Ausbildungsbetrieb: BaySF/Forstbetrieb Selb
- Den dritten Platz belegten notengleich:
- Max Füß, Ausbildungsbetrieb: BaySF/Forstbetrieb Sonthofen
- Jonas Kohler, Ausbildungsbetrieb: BaySF/Forstbetrieb Flossenbürg
An der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim ist die Zuständige Stelle für den Beruf Forstwirt/-in nach dem Berufsbildungsgesetz angesiedelt. Für alle Forstwirte in Bayern werden die Zwischen- und Abschlussprüfungen durch die Waldbauernschule organisiert und durchgeführt.
In den letzten Jahren stieg die Anzahl der Auszubildenden im Forstbereich sehr stark an: gab es im Jahr 2015 68 Forstwirt-Azubis im Freistaat, so werden im September 2026 voraussichtlich 141 Azubis ihre Ausbildung beginnen. Es gibt regelmäßig mehr Bewerberinnen und Bewerber als Lehrstellen. Das Arbeiten mit der Natur, der Erhalt des Waldes und die Mithilfe beim Klimaschutz durch die Produktion des nachwachsenden Rohstoffs Holz überzeugen viele Interessenten von diesem „grünen Ausbildungsberuf“.